Kopie Senioren-Telefon Augsburg

In Kürze gibt es das Senioren-Telefon als neuen Service für Senioren in der Stadt Augsburg. Über eine „Hotline“ wird der Zugang zu passenden Informationen, Beratung und Unterstützung erleichtert. Bei allen Fragen zu altersbedingten Hilfsangeboten vermittelt das „Senioren-Telefon“ an die zuständige Beratungsstelle - auf Wunsch auch inklusive persönlichen Rückruf durch entsprechende Fachkräfte vor Ort. So können Senioren einfacher und gezielter von der gut ausgebauten Infrastruktur an Hilfsdiensten und Beratungsstellen profitieren. So wird die umfangreiche Unterstützungslandschaft den Bürgern näher gebracht und eine entsprechende Öffentlichkeit erzeugt.

Das einmalige Projekt entstand im Jahr 2013 im Rahmen eines Arbeitskreises zum Thema „demenzfreundliches Augsburg“. Die dortige Idee der zentralen Telefonnummer für Beratungsanfragen ging in das Seniorenpolitische Konzept der Stadt Augsburg (Januar 2014 beschlossen) mit ein. In der Folge wurde die Planung eines „Senioren-Telefons“ für alle älteren Bürger/innen in Augsburg immer konkreter.
Der Fachbereich Sozialplanung des Sozialreferates der Stadt Augsburg befindet sich nun in Kooperation mit der ARGE der öffentlichen und freien Wohlfahrtspflege, den Beratungsstellen der Altenhilfe sowie dem BRK Schwaben als Dienstleister der Hotline in der Umsetzungsphase. Die Seniorenfachberatungsstellen sind als Akteure des Projektes aktiv am Umsetzungsprozess beteiligt.
Zu den Zielsetzungen des „Senioren-Telefons“ gehört der einfache und niedrigschwellige Zugang zur individuellen Beratung, die Erhöhung des Bekanntheitsgrades von Beratungsstellen und Hilfsangeboten sowie die bessere Vernetzung der Dienste über eine zentrale Telefonnummer.
Konkret ist das „Senioren-Telefon“ täglich von Montag bis Sonntag in der Zeit von 07.00 bis 19.00 Uhr erreichbar. Das Personal der zentralen Hotline nimmt die Anrufe entgegen und vermittelt je nach Profil (z.B. Wohnort) und Anliegen des Anrufers an die zuständige Beratungsstelle weiter.
Die Vermittlungstätigkeit findet auf freiwilliger Basis und unter Einhaltung des Datenschutzes statt. Dabei wird darauf hingewiesen, dass es sich um keinen Notfalldienst handelt.
Zu den beteiligten Anlauf- und Beratungsstellen gehören die Sozialen Fachberatungen für Senioren in den zwölf Versorgungsregionen, die Ambulante Sozialarbeit Gerontopsychiatrie, die Fachstellen für pflegende Angehörige, das interkulturelle Netzwerk Altenhilfe und das AlzheimerTelefon.
Begleitend zur Anruf- und Vermittlungspraxis erfolgt eine statistische Datenerfassung durch die beteiligten Dienste. Die Daten werden mindestens einmal jährlich ausgewertet und die Erfahrungswerte entsprechend evaluiert. Grundsätzlich soll das „Senioren-Telefon“ auf Dauer eingerichtet werden, wenn es sich in Augsburg so erfolgreich etabliert wie erhofft.