Wohlfühltag für ehrenamtliche Besuchsdienstmitarbeiter 2017

Frau Mühlberger-Dietrich und Frau Breckner von der Seniorenfachberatung am Eingang zur Kahnfahrt. Hier erzählte Frau Melanie Zobel, ehrenamtliches Mitglied des Stadtmauervereins, sehr anschaulich von der historischen Bedeutung der Stadtbefestigung für Augsburg.

Frau Mühlberger-Dietrich und Frau Breckner von der Seniorenfachberatung am Eingang zur Kahnfahrt. Hier erzählte Frau Melanie Zobel, ehrenamtliches Mitglied des Stadtmauervereins, sehr anschaulich von der historischen Bedeutung der Stadtbefestigung für Augsburg. Sie führte aus, dass die Stadt im Mittelalter über zwei Mauerringe, plus Mauer um die Bischofsstadt, verfügte.

Der innere Mauerring folgte der Hochfeldkante und war im Osten in etwa dort, wo heute der Obere Graben verläuft. Durch das Anwachsen der Bevölkerung bedingt, war die Errichtung einer zweiten Stadtmauer notwendig, die auch die Jakobervorstadt einschloss. Diese Befestigungen waren sehr teuer, aber nur durch sie konnten sich die Bürger von Angriffen schützen.

An der Kahnfahrt ist noch ein Teilstück der alten Stadtmauer erhalten. Als erstes durften wir auf den sonst gesperrten Wehrgang, von dem noch einige Bauteile im Original erhalten sind. Frau Zobel machte uns auf einige Zeichnungen auf dem Mauerwerk aufmerksam. Hat sich hier vielleicht auch BB verewigt? Der Weg Richtung Schwedenstiege führte an weiteren Stadtmauerresten und am Stadtgraben entlang. Über die Schwedenstiege hinauf ging es jetzt, Gottseidank im Schatten, denn es war zwischenzeitig heiß geworden, am Stoinernen Ma vorbei Richtung Luthers Fluchtweg aus Augsburg, dem Dahinab. Kurz vor der Querung des Stephingerberges führte der Weg an einem jetzt schön renovierten Haus vorbei. Hier meinten einige Teilnehmer zu wissen, dieses knapp außerhalb der Mauer gelegene Haus hätte im Mittelalter einem etwas anrüchigen Zweck gedient. Weiter ging es leicht bergauf zum Lueg ins Land. Auch heute noch ein herrlicher Ausblick; früher bot sich hier ein weiter Blick nach Osten ins damals noch unverbaute Lechtal. „Kurz vor dem Verdursten“ erreichten wir dann Oblingers Biergarten. Bei einer zünftigen Brotzeit und guter Unterhaltung ging unser Ausflug (leider) zu Ende.

Alle Teilnehmer dankten der Organisatorin Frau Mühlberger-Dietrich für den schönen und gelungenen Tag.

Josef Niederleitner